Der Aperitif in Marseille
Der Aperitif ist in erster Linie ein Moment des Teilens, der um ein Getränk herum stattfindet, häufig Pastis (der hier „fly“ genannt wird und „flaille“ ausgesprochen wird, wobei die letzte Silbe betont werden muss) oder ein Glas Roséwein. Um das Getränk herum, das natürlich auch alkoholfrei sein kann, werden ein paar kleine Oliven, Pistazien oder Erdnüsse (in Marseille manchmal „caouettes“ genannt) angeboten. Der Aperitif ist eigentlich eine Lebenskunst. Das Besondere am Aperitif in Marseille ist, dass er stundenlang dauern kann, denn der Marseiller liebt es besonders, die guten Momente zu verlängern! „Je länger, desto besser“.
Er versüßt das Leben, lässt einen die Sorgen des Alltags vergessen und fördert soziale Bindungen und das Gemeinschaftsleben. Von den Jüngsten bis zu den Ältesten: Jeder empfindet ein besonderes Vergnügen, wenn er mit seinen Kollegen* einen Aperitif trinkt.
Wo und wann sollte man in Marseille einen Aperitif trinken?
Es gibt keinen bestimmten Tag, an dem man den Aperitif, der in Marseille eine echte Institution ist, einnehmen sollte. Der Aperitif kann am Abend nach der Arbeit, am Sonntagmittag vor dem Mittagessen oder während der Ferien stattfinden. Der Aperitif wird allein, mit der Familie, unter Kollegen*, mit der Ehefrau oder dem Ehemann, unter Nachbarn usw. getrunken. In Marseille gibt es zahlreiche Bars (die manchmal nur im Sommer geöffnet sind), in denen man einen Aperitif trinken kann, aber viele Marseiller genießen diese Tradition gerne vor einem Sonnenuntergang am Meer. Hand in Hand, den Blick auf das Meer gerichtet, ist es doch viel romantischer!









