Ein Juwel des Kulturerbes von Marseille
Hinter dem Rathaus versteckt, ist die Maison Diamantée eines der symbolträchtigsten Gebäude der Altstadt von Marseille. Ihren Namen verdankt sie ihrer bemerkenswerten Fassade, die mit diamantförmigen Bossen verziert ist – ein für die Renaissance-Architektur charakteristisches Dekor. Nebendem Hôtel de Cabre zählt es zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Sein Bau wird allgemein auf die Zeit zwischen dem Ende des 16. und dem Beginn des 17. Jahrhunderts datiert, auch wenn das genaue Datum unbekannt bleibt. Errichtet auf den ehemaligen Gärten des Palais de Provence, soll es von reichen italienischen und spanischen Kaufleuten in Auftrag gegeben worden sein, deren Einfluss sich in seiner Architektur widerspiegelt, die von den florentinischen Palästen der Medici inspiriert ist.
Im Laufe der Jahrhunderte beherbergte die Maison Diamantée mehrere bedeutende Familien aus Marseille, darunter die Saboulin-Bollena und die Castellane-Majastre. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie von Hafenarbeitern und italienischen Einwanderern bewohnt. Als letztes Zeugnis der ehemaligen Patrizierresidenzen, die einst das Ansehen Marseilles ausmachten, veranschaulicht es die Geschichte einer Stadt, die sich dem Mittelmeer öffnet und vom Handelsverkehr geprägt wurde. In Anerkennung ihrer kulturhistorischen Bedeutung steht die Maison Diamantée seit dem 10. November 1925 unter Denkmalschutz.







