1. Antworten Sie schnell, auch wenn Sie die Lösung nicht haben.
Der schlimmste Feind einer Beschwerde? Das Schweigen.
Eine kurze E-Mail innerhalb einer Stunde hat oft mehr Wirkung als eine ausführliche Antwort, die drei Tage später verschickt wird.
Halten Sie den Kunden auf dem Laufenden, nennen Sie eine realistische Frist und halten Sie diese ein. Kommen Sie immer wieder auf den Kunden zurück, auch wenn es nur um eine Entschuldigung geht.
Auch das Anbieten einer Alternative – wie eine Terminänderung oder ein Geschenkgutschein – kann eine angespannte Situation entschärfen. Warten schafft Ängste. Kommunikation schafft Vertrauen.
2. Gestalten Sie Ihre Antworten so persönlich wie möglich.
„Guten Tag, wir haben Ihre Nachricht zur Kenntnis genommen“.
Diese Art von unpersönlicher Antwort ist der beste Weg, eine ohnehin fragile Situation noch zu verschlimmern.
Verwenden Sie den Vor-/Nachnamen des Kunden, beziehen Sie sich auf die Erfahrungen, die er gemacht hat, schlagen Sie einen empathischen Ton an und formulieren Sie einen klaren Vorschlag. Zeigen Sie, dass Sie sich die Zeit genommen haben, sein Anliegen zu lesen und zu verstehen.
Und unterschreiben Sie Ihre Nachrichten mit Ihrem Vornamen: Ein Kunde tauscht sich lieber mit einer Person als mit einer Entität aus.
Tipp: Bereiten Sie Musterantworten für die häufigsten Fälle vor und passen Sie diese je nach Situation an.
3. Analysieren Sie jede Rückmeldung als Chance.
Notieren Sie die Beschwerden in einer gemeinsam genutzten Tabelle und analysieren Sie dann, welche Reibungspunkte immer wieder auftauchen. Diese Informationen sind wertvoll: Sie können Ihnen dabei helfen, die Beschreibung Ihrer Angebote anzupassen und/oder zu ergänzen, neue Prozesse einzuführen oder Ihr Team für kritische Punkte zu sensibilisieren.
Der Kundendienst wird so zu einem Instrument zur Steuerung Ihrer Servicequalität.
4. Versuchen Sie nicht, Recht zu haben. Suchen Sie nach einer Wiedergutmachung.
Selbst wenn Sie glauben, dass der Kunde übertreibt, geht es um etwas anderes: Zeigen Sie Ihre Professionalität.
Eine geschäftliche Geste, ein Preisnachlass oder eine aufrichtige Entschuldigung können ausreichen, um die Situation zu entschärfen. Diese kleinen Aufmerksamkeiten können eine Unzufriedenheit in eine Kundenbindung umwandeln.
Der After-Sales-Bereich ist nicht das Ende der Geschichte. Es ist der Beginn der Kundenbindung.
Ihr Versprechen der Kundenerfahrung ist nicht nur eine Marketingrede!
- Ein gut betreuter Kunde kommt zurück.
- Ein angehörter Kunde empfiehlt weiter.
- Ein besänftigter Kunde wird zu einem potenziellen Botschafter.
Kümmern Sie sich um Ihre Kunden, auch (und vor allem) nach dem Verkauf.
Um noch weiter zu gehen, finden Sie auch unseren Artikel „Kundenmeinungen: Warum ist es wichtig, sie zu bearbeiten?„.