Die Bouillabaisse

Ein Muss für die Gastronomie in Marseille


Die Bouillabaisse ist ein typisches Gericht aus Marseille, das Sie bei Ihrem Aufenthalt in der Cité Phocéenne unbedingt probieren sollten. Wir verraten Ihnen alles über diese kulinarische Spezialität, die voller Anekdoten steckt und die wir vor allem gerne teilen!

Ein wenig Geschichte

Ursprünglich war es ein Gericht der Fischer, die beim Sortieren des für den Verkauf bestimmten Fisches einige Stücke beiseite legten, die sie für sich und ihre Familie zubereiteten.

Es ist also ein einfaches Familiengericht, das im Laufe der Jahre perfektioniert wurde und heute einen bindenden Fond und sogar Krustentiere enthalten kann. Die Bouillabaisse ist ein typisches Gericht unserer schönen Stadt. Dennoch soll dieses Gericht griechischen und römischen Ursprungs sein… Warum diese Bezeichnung? Ganz einfach, weil man, wenn die Brühe kocht, die Hitze reduzieren muss, damit die Fische garen können: „Quand ça bout, on abaisse“.

Eine Art, es zu servieren…

Im Allgemeinen wird diese Zubereitung in zwei verschiedenen Tellern serviert: der Fisch auf der einen Seite, die Brühe auf dem Rechaud.
Je nach Geschmack des Gastes können beide in einem tiefen Teller vermischt oder separat serviert werden. Eine Regel bleibt jedoch grundlegend, nämlich dass der Fisch vor den Augen der Gäste zerlegt wird. Auch die Soße(n) (Rouille oder Aioli) wird/werden serviert, eventuell mit Knoblauch eingeriebenen Croûtons.

Einige Weinempfehlungen zu diesem Gericht:
– Bandol blanc
– Bellet weiß
– Schwarze Johannisbeere weiß
– Côteaux d’Aix-en-Provence Weiß
– Côteaux Varois de Provence Weiß
– Côte de Provence Weiß.

Die Fische und Zutaten

Die Bouillabaisse Marseille muss mindestens vier der folgenden Arten enthalten:

– Drachenkopf (Rascasse)
– Seeteufel (Quappe)
– Weißer Drachenkopf (Dracasse blanche)
– Galleras (Meeraal)
– Spinne (Vive)
– Kapaun (Skorpionfisch)
– Galinette (Knurrhahn)* fakultativ
– St. Petersfisch
– Bärenkrebs
– Languste

Diese Liste ermöglicht somit die Auswahl je nach Anlieferung und Anzahl der Gäste. Für die Qualität der Bouillabaisse ist jedoch eine Tatsache von entscheidender Bedeutung: Die Frische des Fisches ist die wichtigste Voraussetzung für das Gelingen.
Salz, Pfeffer, Safran, Olivenöl, Knoblauch, Zwiebeln, Fenchel, Petersilie, Kartoffeln, Tomaten. Für den Boden: kleine Felsenfische (Girelle, Saupe, kleine Mulets, Castagnol..).

Gut zu wissen

Sehr wichtig Zuerst reservieren!

Normalerweise wird die Bouillabaisse für mindestens zwei Personen serviert. Hier sind einige Adressen, an denen Sie eine gute Bouillabaisse genießen können:

Le Miramar, 12 quai du port 13002 (Tel.: 04.91.91.41.09)
Chez Fonfon, 140 rue du vallon des Auffes (Tel.: 04.91.52.14.38)
Le Rhul, 269 Corniche Président John Fitzgerald Kennedy 13007 tel: 04.91.52.01.77)
Chez Loury, 3 rue Fortia 13001(tel: 04.91.33.09.73)

Wir wünschen Ihnen eine gute Verkostung!

Wie wäre es, wenn wir ein wenig kochen?

Hier ist ein Rezept, das wir Ihnen vorschlagen:

  • 4 kg Fisch (je nach Ankunft)
  • 1,5 kg Drachenkopf
  • 1 kg Saint-Pierre
  • 6 Scheiben Fielas
  • 3 Galinette
  • 4 Schnapper
  • 6 Scheiben Seeteufel
  • 1 kg Suppenfisch.

Zwiebel, Knoblauch und Tomaten bei starker Hitze in Olivenöl anbraten. Die gesäuberten und zerteilten Suppenfische dazugeben und alles zu einer pastenartigen Konsistenz verrühren (ca. 15 Min.). Mit kochendem Wasser ablöschen und mindestens 1 Stunde kochen lassen.

Fenchel und Petersilie, Salz und Pfeffer zugeben. In einer Moulinette pürieren, dann durch ein Sieb streichen und dabei den Boden drücken, damit der Saft abfließen kann.

Die in dicke Scheiben geschnittenen rohen Kartoffeln (2 Scheiben pro Person) in den Fond geben, dann die Fische je nach Größe und Festigkeit des Fleisches (Drachenkopf, Saint-Pierre, Fielas, Seeteufel) dazugeben.

20 Minuten kochen lassen. 5 Minuten vor dem Servieren die Galinettes und die Spinnen hinzufügen.

Nach dem Kochen den Fisch und die Kartoffeln herausnehmen, mit Salz, Pfeffer und Safran würzen und auf Servierplatten anrichten.

Das übliche Rezept basiert auf Aioli, zu der man Safran und scharfe Chilischoten hinzufügt.

Ein anderes Rezept kann auf der Grundlage von Kartoffeln und Chili zubereitet werden.

Einige Restaurants haben die Charta „Bouillabaisse“ unterzeichnet, die 1980 von einigen Restaurantbesitzern ins Leben gerufen wurde, um die grundlegenden Zutaten und die Präsentation dieses Gerichts festzulegen und so seine Qualität zu sichern. Diese Charta wurde erfunden, weil einige skrupellose Restaurantbesitzer den Namen „Bouillabaisse“ benutzten, um jede beliebige Fischsuppe zu servieren. Es gibt jedoch auch Gastwirte, die diese Suppe nach allen Regeln der Kunst servieren, die sich jedoch nicht an die Charta halten wollen.

Wo kann man Bouillabaisse essen?

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