
Seine Ursprünge
Was ist der Ursprung dieses berühmten Krapfen aus Estaqué?
Auch wenn man Chichis in der Innenstadt von Marseille kaufen kann, ist es in den drei Chichi-Barraques in Estaque (13016), wo man diese kleine, nicht diätetische Leckerei probieren sollte, die oft mit Churros verwechselt wird. Sagen Sie einem Estaqueaner nie, dass Chichi Frégi nichts anderes als ein Churros ist!
Der Churros ist gedreht, dünn und kurz: Der Chichi ist dick, blasig und etwa 20 cm lang.
Sein Teig ist luftiger, flüssiger und leichter. Auf der Grundlage von Weizenmehl, Kichererbsenmehl und Orangenblütenwasser wird der Teig in 20 Liter kochendes Öl getaucht. Er ist eine Art große „Blutwurst“, die man anschließend mit einer großen Schere in etwa 20 cm lange Krapfen schneidet.
Man kann ihn pur genießen, oben kaum knusprig und innen sehr luftig, in Zucker gewälzt, mit Haselnusspaste garniert oder auch mit Schlagsahne überzogen.
Er gehört zu dem, was man heute Street Food nennt, wurde aber in den 1930er Jahren erfunden, und es waren die Arbeiter, die in den Ziegeleien und Fabriken von L’Estaque arbeiteten, die ihn populär machten. Sie aßen es im Stehen, unter einem Baum oder am Hafen. Eine echte Genusspause!
Eine echte Institution
Der Chichi ist im Laufe der Jahre zu einem Ziel für Spaziergänge geworden: Für viele Marseiller führt der Sonntagsausflug über Estaque, wo man nach der Rückkehr vom Baden an der blauen Küste (Carry, Sausset usw.) anhält. Fast ein Muss für jeden, der seinen Freunden von seinem perfekten Tag erzählt!
Und wenn man dann auch noch den „bada“ geschenkt bekommt … dann ist das so! Das „Bada“ ist das kleine Stück, das vom Teig übrig bleibt, das man nicht verkaufen kann, weil es zu kurz ist, das aber dem Glücklichen, der es bekommt, so viel Freude bereitet! Es ist etwas anderes als eine kommerzielle Geste, es ist auch ein Band der Freundschaft, das zum Diskutieren, zum „Chatten“ anregt, und so bilden sich die langen Warteschlangen vor den drei Chichis-Barraques ….. Hier sind die Menschen seltsam diszipliniert! Sie sind geduldig, unterhalten sich miteinander und sind schon froh, den guten Geruch des Chichi zu riechen!
Die Bars in Estaque heißen Sie gerne willkommen, um sich mit Ihrem „Chichi“ in der Hand an ihren Tisch zu setzen, sofern Sie es mit einem Getränk servieren.
Ein letzter, nicht unwichtiger Hinweis: „chichi“ ist ein vom italienischen „chéché“ abgeleitetes Wort, das Kichererbse bedeutet, aber es ist auch der Name, den man im Provenzalischen dem Geschlechtsteil des Mannes …. gibt. Zugegeben, die Form dieses Krapfen ist sehr stimmungsvoll!






