Eine zeitlose Liebes- und Familiengeschichte
Anhand der sich kreuzenden Schicksale von Marius, Fanny und César zeichnet Pagnol mit Zärtlichkeit und Scharfsinn ein Familien-, Sozial- und Liebesfresko von seltener Genauigkeit.
Marius, ein junger Mann, der von Abenteuern und fernen Ländern träumt, arbeitet in der Bar seines Vaters César, dessen schillernde Persönlichkeit ihn zu einer unumgänglichen Figur in der Nachbarschaft macht. Marius‘ Herz ist hin- und hergerissen zwischen dem Ruf der Ferne und seinen wachsenden Gefühlen für Fanny, eine Muschelverkäuferin. Doch er muss sich entscheiden, und seine Wahl fällt schließlich auf das Meer.
Fanny, die von dem Mann, den sie liebt, verlassen wurde, muss sich der Last der Schande stellen. Marius hat ihr ein Geschenk hinterlassen, das für die damalige Zeit sowohl wunderschön als auch schrecklich war, und die junge Frau muss sich dazu entschließen, einen anderen Mann (Panisse) zu heiraten, um der Schande zu entgehen und ein kleines, für sie so kostbares Leben zu bewahren.
César trifft Marius Jahre später wieder. Die Zeit ist vergangen und einige Wunden scheinen sich geschlossen zu haben, doch die Wahrheiten haben nie aufgehört, schwer zu wiegen. Der alte Mann verbirgt hinter seinen hohen Worten und seinem vordergründigen Humor eine zarte und tiefe Liebe zu seinem Sohn, dem er nie wirklich verziehen hat, dass er ihn verlassen hat. Césariot (Sohn von Marius und Fanny), ein junger Erwachsener, dem alles gelingt, entdeckt seinerseits die Geheimnisse seiner Zeugung.
Die Themen, die Marcel Pagnol in „Die Marseillaise-Trilogie“ behandelt, sind zeitlos und klingen auch fast ein Jahrhundert später noch in den Herzen der Zuschauer nach.








