Citadelle De Marseille von oben gesehen
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La Citadelle de Marseille-Jean Charles Verchere

Das Fort Saint-Nicolas

Ein historischer Schatz im Herzen von Marseille

Das im 7. Arrondissement von Marseille gelegene Fort Saint-Nicolas ist eine Militärfestung, die seit mehr als drei Jahrhunderten den Vieux-Port überragt. Seit 1969 steht es unter Denkmalschutz und zählt zu den bemerkenswertesten Zeugnissen des Kulturerbes von Marseille.
Lange Zeit war es für die Öffentlichkeit geschlossen, wird nun aber dank des Projekts „Citadelle de Marseille“ schrittweise wieder zugänglich gemacht. Dieser geschichtsträchtige Ort, dessen Restaurierung noch im Gange ist, verwandelt sich nach und nach in einen Ort des Lebens, der Kreativität und der Kultur, der für alle zugänglich ist. Hinter seinen beeindruckenden Festungsmauern erzählt das Fort Saint-Nicolas weiterhin die Geschichte von Marseille und bleibt ein unverzichtbarer Ort, um das Kulturerbe der Stadt zu entdecken.

Die Geschichte der Festung Saint Nicolas

Der Bau des Forts

Das Fort Saint-Nicolaswurde auf Befehl Ludwigs XIV. zwischen 1660 und 1664 vom Chevalier de Clervilleerbaut und sollte sowohl der Überwachung der Stadt und der ihm feindlich gesinnten Marseiller dienen als auch den Schutz vor Angriffen vom Meer her gewährleisten. Dem König war es ein Anliegen, eine Zitadelle an der „geeignetsten“ Stelle der Stadt errichten zu lassen. Für den Bau wurden die Steine der ehemaligen Porte Royale sowie die vom Cap Couronne verwendet.

Das Fort Saint-Nicolas wurde zwischen 1660 und 1664 auf Befehl Ludwigs XIV. unter der Leitung des Chevalier de Clerville errichtet. Diese imposante Zitadelle diente einem doppelten Zweck: Sie sollte Marseille vor Angriffen vom Meer her schützenund gleichzeitig die Marseiller Bevölkerung überwachen, die der königlichen Macht damals feindlich gesinnt war. Der König wollte die Festung an dem Ort errichten, den er als den „geeignetsten“ der Stadt ansah. Für den Bau wurden die Steine des ehemaligen Königstors wiederverwendet.

Von der Französischen Revolution bis zum Umbau der Festung

Während der Französischen Revolution machen sich die Marseiller daran, das Fort abzureißen, das sie als Bedrohung ansehen. Die Nationalversammlung ordnet schließlich an, die Zerstörungen einzustellen, um dieses Verteidigungsbauwerk zu erhalten.
Daraufhin wurden Restaurierungsarbeiten in Angriff genommen. Diese zeichnen sich noch heute durch die Verwendung eines grauen Steins aus, der einen Kontrast zu dem beim ursprünglichen Bau verwendeten rosafarbenen Stein bildet.
Im Jahr 1860, im Zuge des Ausbaus der kaiserlichen Residenz, die heute unter dem Namen Palais du Pharo bekannt ist, wurde der Boulevard Charles Livon angelegt, um den Alten Hafen mit dem Stadtteil Pharo zu verbinden. Diese neue Straße teilt das Fort in zwei Teile. Das Fort Saint-Nicolas ist nach wie vor unterteilt in: das Fort Ganteaume auf der Seeseite und das Fort d’Entrecasteaux auf der Landseite.

Die verschiedenen Funktionen der Festung

Im Jahr 1823, im Anschluss an den Feldzug des Herzogs von Angoulême in Spanien, wurden zahlreiche Gefangene in der Festung inhaftiert. Einige Jahre später, im Jahr 1832, diente es zudem als Haftanstalt für die Seeleute des Schiffes der Herzogin von Berry. Das Fort Saint-Nicolas behielt diese Funktion als Gefängnis bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs bei.
Heute beherbergt das am Meer gelegene Fort Ganteaume den Militärverein und die Offiziersmesse. Das Fort d’Entrecasteaux, das die Zitadelle von Marseille bildet, ist seinerseits teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Zitadelle von Marseille

Eine lang erwartete Wiedereröffnung

Nach mehr als 350 Jahren öffnet das Fort Saint-Nicolas endlich seine Pforten für die Öffentlichkeit. Diese Wiedereröffnung ist ein historischer Moment für diesen symbolträchtigen Ort der Stadt, der über die Jahrhunderte hinweg über ihre Einwohner und Besucher gewacht hat. Seit 2021 hat die Stadt Marseille die Verwaltung des Fort Saint-Nicolas dem Verein „La Citadelle de Marseille “ übertragen, dessen Ziel es ist, diese militärische Verteidigungsfestung zu restaurieren und in einen Ort des Lebens, des Austauschs und der Kultur zu verwandeln; einen kulturhistorischen „Drittort“ für Kreativität und Innovation zu schaffen und die Bürger auf nachhaltige und inklusive Weise wieder mit ihrer Geschichte und ihrem Kulturerbe zu verbinden.

Besuch des Forts Saint-Nicolas

Besucher können nun dieses historische Denkmal erkunden und die Geheimnisse entdecken, die es birgt. Es werden Führungen angeboten, um tief in die Geschichte der Zitadelle einzutauchen und ihre strategische Bedeutung im Laufe der Jahrhunderte zu verstehen.  Der Ort ist heute Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen: Konzerte im Rahmen von „Marseille Jazz des 5 Continents“, die Europäischen Tage des Kulturerbes, „Le Rosé Méditerranée Live“, die „Nuit blanche burlesque“, Tanzabende …

Anfahrt

Das Fort Saint-Nicolas ist vom Stadtzentrum aus leicht zu erreichen.
Mit der U-Bahn: Nehmen Sie die Linie M1 bis zur Haltestelle „Vieux-Port“, von dort sind es etwa 15 Minuten zu Fuß.
Mit dem Bus: Linien 83 und 82S.
Mit dem Auto: Parkmöglichkeiten gibt es in den nahegelegenen Tiefgaragen „Le Pharo“ oder „La Criée“.