Das alte Dorf Camoins
Das Viertel Camoins in Marseille ist ein altes Dorf, das mit seinen kleinen, von Häusern gesäumten Straßen und der Passage des Canal de Marseille, durch den das Wasser der Durance fließt, einen gewissen Charme versprüht und an sein früheres Aussehen erinnert. Die Geschichte der Camoins reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück, als der Gründer Jean Camoin sich mit seiner Frau dort niederließ und einige Gebäude wieder aufbaute. Das Land wird später unter seinen Erben aufgeteilt. Im Jahr 1530, als das Dorf 150 Gemeindemitglieder zählte, wurde beschlossen, eine Kirche zu bauen: dieKirche Sainte Agathe, die nach Restaurierungsarbeiten heute noch steht. Nachdem das Dorf durch die Hände mehrerer Herren gegangen war, zählte es im 17. Jahrhundert über 600 Einwohner, wurde aber stark von der Pest heimgesucht. Im Jahr 1811 wurde das Wasser von Les Camoins als kalkhaltige Schwefelwasserquelle definiert und 1862 als gemeinnützig erklärt.


















