



Ein wenig Geschichte
Ursprünglich bestand das Dorf Les Goudes aus einem kleinen Hafen und einer Industrieanlage. Die erste Fabrik wurde 1804 errichtet. Sie nahm den gesamten Grund des Anse des Goudes ein und stellte künstliche Soda aus Schwefelsäure her. Im Jahr 1854 wurde dann eine Bleifabrik mit 18 Arbeitern in Betrieb genommen. Die Fabrik wurde aufgrund der damals geringen Bevölkerungsdichte im Dorf Les Goudes angesiedelt.
Im Jahr 1875 war das industrielle Potenzial so groß, dass man in Erwägung zog, Les Goudes mit einer Eisenbahn zu erschließen. Die Strecke hätte 10 km lang sein und fünf Bahnhöfe haben sollen: Prado, Ste Anne, Château Borély, Montredon und Les Goudes. Letztendlich begnügte man sich mit einer Straßenbahnlinie und 1891 wurde die endgültige Endstation in der Madrague de Montredon eingerichtet. Die Bleiindustrie erlebte Ende der 1870er Jahre eine Krise und 1879 wurde die Fabrik in Les Goudes zerstört. Neben der industriellen Vergangenheit besitzt dieses Viertel auch militärische Überreste wie das Fortin des Goudes, das im 19. Jahrhundert errichtet wurde.
Jahrhundert errichtet wurde. Die Straßenbahn brachte den Weiler Les Goudes näher an das Stadtzentrum, sodass einige Segler dort sehr einfache Behausungen errichteten, die bald den Namen „Cabanons“ erhielten. Ende des 19. und Anfang des 21. Jahrhunderts war das Viertel von kleinen Leuten, Arbeitern, bewohnt. Man kam hierher, um am Strand und auf den Felsen zu picknicken. Sonntags kamen die Leute aus der „Stadt“, wie Massilia Sound System in ihrem „Dimanche aux Goudes“ singt.





















