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La rue de la République

La rue de la république
Die Bresche der Rue Impériale wurde 1860 nach den urbanistischen Prinzipien des Second Empire aus hygienischen, aber auch ästhetischen Gesichtspunkten beschlossen. Der geradlinige, nach Pariser Vorbild erbaute Straßenzug sollte zudem das historische Zentrum mit dem 1844 neu erbauten und aufstrebenden Hafen La Joliette verbinden.

Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1862 mit den Abriss- und Erdarbeiten, die alleine zwei Jahre in Anspruch nahmen. 16 000 Personen aus etwa 1 000 Häusern wurden umgesiedelt, was etwa ein Drittel des Gesamtbudgets von hundert Millionen alten französischen Francs dieses ehrgeizigen Projekts in Anspruch genommen hat. Am 15. August 1864 wurde die Rue Impériale eingeweiht, obwohl die Bebauung noch nicht ganz abgeschlossen war. Mietshäuser wurden in einem Stil errichtet, der den Charme der Renaissance und die Strenge des Neoklassizismus verband. Sie fanden bei den Marseillern jedoch keinen Anklang, obwohl sie mit fließendem Wasser und Gas auf allen Etagen über den modernsten Komfort verfügten, so dass sich der Straßenzug als wirtschaftlicher Misserfolg entpuppte. Das städtebauliche Projekt umfasste ebenso die Erschaffung des Platzes Sadi-Carnot, als auch die Rue Colbert, die jedoch nur teilweise fertiggestellt wurde. Die heutige Rue de la République ist eine der Hauptverkehrsadern von Marseille, da sie die südlichen und nördlichen Stadtviertel miteinander verbindet, und ist das Herzstück des Projektes Euroméditerranée.

Die Kirche Saint-Cannat
Die Kirche Saint-Cannat (seit 1926 unter Denkmalschutz) ist ein Dominikanerkloster, das Ende des 16. Jahrhunderts gebaut wurde. Die 1558 begonnene Kirche wurde im Jahr 1619 der Mariä Verkündigung geweiht. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Hauptfassade von den Gebrüdern Gérard im römischen Stil gestaltet. 1926 mussten Giebel und andere Elemente jedoch aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Beim Anlegen der Rue Colbert wurde das Kloster abgerissen. Die Kirche blieb jedoch erhalten und wurde dem ehemaligen Bischof von Marseille zu Ehren 1803 zur Gemeindekirche von Saint-Cannat geweiht. Wie in vielen anderen Kirchen von Marseille gibt es auch hier Sehenswertes: das Orgelgehäuse, der Hochaltar aus mehrfarbigem Marmor, die Kapelle der Notare sowie die Gemälde des provenzalischen Malers Michel Serre.

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