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Notre-Dame de la GardeDer Hügel "La Garde" (154 m), was nichts anderes als "die Wache" heißt, diente schon immer als Beobachtungsposten. Mit dem 1852 begonnen Bau der Basilika wurde der Hügel "La Garde" nicht nur zu einem sakralen Symbol, sondern auch zu einem Wahrzeichen der Stadt. Die unverkennbare Silhouette der Kirche prägt das Stadtbild von Marseille. Von da an erfüllt der "La Garde" also drei Bestimmungen: Wachposten, militärischer Stützpunkt sowie Wallfahrtsort und Kirche. Die heilige Stätte erweist sich Mitte des 19. Jahrhunderts der ständig steigenden Anzahl von Wallfahrern nicht mehr gewachsen, so dass der Bischof de Mazenod beschließt, eine größere Basilika zu bauen. Der Grundstein dieser Basilika wurde am 11. September 1853 gelegt. Der Architekt Espérandieu ist für die Arbeiten an dem Bau verantwortlich. Am 5. Juni 1864 wird die Kirche schließlich geweiht. Die Basilika wurde im römisch-byzantinischen Stil erbaut, der sich durch Kuppeln, mehrfarbiges Mauerwerk, Mosaike und Goldverzierungen auszeichnet. Die Basilika ist ein typisches Beispiel für die während der Zeit Napoléons III. errichteten großen Bauwerke. Das Bauwerk besteht eigentlich aus zwei Kirchen: einer im unteren Teil liegenden Krypta, in deren Gewölbe sich ein mehrfarbiges Kreuz aus der Kirche des 16. Jh. befindet, sowie eine von Carpeaux geschaffene "Mater Dolorosa" aus Marmor; und der im oberen Teil befindlichen Basilika, der heiligen Jungfrau geweihten Stätte (Wallfahrtsfeier am 15. August), die aufgrund der reichen Verzierungen mit Mosaiken, Gold und farbigem Marmor an einen Reliquienschrein erinnert. Bemerkenswert sind u. a.: die Bronzetüren und der Hochaltar des Architekten Revoil entworfen, der an den Plänen der Basilika mitgearbeitet hat. Eine Silberstatue der heiligen Jungfrau von Chanuel, sowie ein Flachrelief der Verkündigung, ein florentinisches Kunstwerk aus dem 16. Jahrhundert. |