
La Rouvière: ein ehrgeiziges Immobilienprogramm in Marseille
In den 1960er Jahren erlebte Marseille einen starken Bevölkerungszuwachs, der mit dem Babyboom und der Repatriierung der Algerienfranzosen zusammenhing. Das Wohnungsangebot reichte nicht mehr aus, um den Bedarf zu decken, und es entstanden große Wohnsiedlungen. Zahlreiche Siedlungen wurden in den nördlichen Stadtteilen errichtet, wo große Grundstücke für diese Programme zur Verfügung standen.
Im Süden, im Viertel La Panouse und vor den Toren des späteren Nationalparks Calanques, beauftragten die monegassischen Unternehmer Cravero Frères die Gesellschaft Les Grands Travaux de l’Est mit einemder ehrgeizigsten Bauvorhaben des Jahrzehnts: Auf dem Gelände der ehemaligen Domäne Bastide de la Rouvière sollte eine riesige Wohnanlage mit mehreren tausend Wohnungen entstehen. Der französische Architekt Raoul Guyot wurde mit dem Projekt beauftragt.
Das Grundstück wurde 1961 erworben und die Gebäude C, D, E, F und G wurden 1966 übergeben. Der Turm A, eines der höchsten Gebäude in Marseille, wurde 1968 fertiggestellt. Der Bau des Gebäudes B, Super Rouvière genannt, begann 1968 und wurde 1975 fertiggestellt.







