Geschichte des Kinos in Marseille
Das Kino ist ein fester Bestandteil der Cité Phocéenne. Im Jahr 1896 wurden die ersten Filme der Brüder Lumières im Grand Hotel du Louvre et de la Paix gezeigt, nur zwei Monate nach der Weltpremiere in Paris. In der Folgezeit wurden zahlreiche Kinosäle gebaut, deren Architektur den Theatersälen nachempfunden war, insbesondere am Vieux-Port und in Noailles.
Im Jahr 1930 hatte das Kino einen festen Platz im Leben der Marseiller. Es gab zahlreiche Stadtteilkinos: Man erinnere sich an das Regent, das als das luxuriöseste und komfortabelste Kino in Marseille galt, an das Rialto, das Majestic, das Rex oder auch das Star… Marseille eröffnete sogar das erste französische Autokino am Boulevard Schloesing, wo die Marseiller einen Film unter freiem Himmel von ihrem Auto aus genießen konnten!
Die Stadtteilkinos in Marseille sind seit den 1970er Jahren allmählich verschwunden: Es gibt nur noch zwei davon, das César und das Variétés. Sie haben größeren und moderneren Multiplexkinos Platz gemacht, die am Rande des Stadtzentrums entstanden sind: Les 3 Palmes, Cinéma le Prado, Pathé Marseille oder das ultramoderne und futuristische Europacorp-Multiplex in La Joliette…








