



Ein wenig Geschichte
Die Entstehung des großen Seehafens
Die Tour beginnt an der Place Joliette vor einem der Eingänge des Docks Village, dem Auftakt zu unserer architektonischen Tour durch Marseille. Bevor wir in die einzigartige und transformative Geschichte dieser Stadt am Mittelmeer eintauchen, nehmen wir uns einen Moment Zeit, um über die Ursprünge und die Entwicklungsstrategie von Marseille zu sprechen.
Alles begann mit der Ankunft der Phokäer im Jahr 600 vor Christus. Diese Seefahrer aus Griechenland ließen sich am Nordufer der Calanque du Lacydon (Vieux-Port), im heutigen Viertel Panier, nieder. Im Jahr 49 v. Chr. wurde die Stadt vom Römischen Reich annektiert. Massalia wird daraufhin zu Massilia. Hunderte Jahre später erlebte die Stadt eine massive Beschleunigung des Seehandels. Der große Seehafen zog während seiner Blütezeit nach Joliette um, um sich nach Norden auszudehnen und auch eine Eisenbahnstrecke aufzunehmen.
Das Projekt zur Sanierung des Viertels
Dieser Wohlstand war jedoch nur von kurzer Dauer und in den 1980er Jahren entschied sich Marseille dank des Sanierungsprojekts für eine völlig neue Art der Veränderung. Heute bewundern wir das Äußere von Les Docks, einem riesigen Gebäude, in dem heute Geschäfte, Büros, Restaurants und vieles mehr untergebracht sind und das damals ein altes Gebäude war, in dem Papier und Weizen gelagert wurden. Die ursprüngliche Funktion der Docks verschwand natürlich mit dem Aufkommen der Container in den 1990er Jahren. Die Angst vor einem Brand war aufgrund der Holzbalken und -strukturen allgegenwärtig, aber durch die Renovierung wurde das Gebäude sicherer und 2015 wieder attraktiver. Wir schlendern durch wunderschöne Passagen, die in blaues Mosaik gekleidet sind und von italienischen Architekten entworfen wurden, um an die Farbe des Wassers zu erinnern. Wenn man durch die weitläufigen Gänge geht, kann man sich vorstellen, welche Veränderung stattgefunden hat. Sobald wir draußen sind, gehen wir zum FRAC, Fonds régionaux d’art contemporain.











