Pioniere des Genres in Frankreich
Die Hip-Hop-Kultur, die1984 vor allem durchSidneys H.I.P. H.O.P. nach Frankreich kam. Dann eroberten Graffiti nach und nach die städtischen Räume und entwickelten sich in wenigen Jahren von „urbanem Vandalismus“ zu Kunstwerken für einige. In Marseille war der Cours Julien eines der ersten Viertel, das mit Tags und Graffitis bedeckt wurde und in dem später Rap-Konzerte imEspace Julien stattfanden, der 1984 eröffnet wurde.
Ende der 80er Jahretauchte der Rap in der Folge der Funk-Musik zunächst im Stadtzentrum auf, natürlich rund um den Cours Julien. Aber auch im Bereich des Bahnhofs Saint-Charles, der Oper und des Panier-Viertels. Die Gruppe I AM (und ihr emblematischer Anführer Akhenaton) sind die Speerspitze der Bewegung, die sich von den US-amerikanischen Klängen von Gruppen wie Public Enemy oder Afrika Bambaataa inspirieren lässt.
Auch das Alte Ägypten ist eine Inspirationsquelle für die Gruppe, die Pseudonyme wie Akhenaton, Imhotep, Kheops oder Khephren annimmt.
Ein weiterer Rapper made in Centre-ville ist Bouga, der den berühmten „Belsunce Breakdown“ aus dem Soundtrack des Films „Comme un aimant“ signiert.
Erst später erreichte der Rap die nördlichen Viertel der Stadt, die heute eine Talentschmiede sind. I AM war ein Pionier und fand Nachahmer, denn in der Folgezeit entstanden Gruppen wie Psy4 de la rime, le 3e œil oder die Fonky Family (FF). Mit dem Erfolg, den man von ihnen kennt.







