



Die Geschichte des Château Borély
Das Château Borély wurde von der großen Marseiller Kaufmannsfamilie Borély im 18. Jahrhundert erbaut und ist heute ein symbolträchtiger Wohnsitz der Stadt. Sie bauten diese Bastide von 1767 bis 1778.
Diese Familie besaß, wie andere reiche Kaufmannsfamilien, zahlreiche Gebäude und Stadthäuser. Mit dem Privathaus in der Stadt, dem offiziellen Wohnsitz, der den Geschäften und gesellschaftlichen Empfängen gewidmet war, wurde in Marseille (und in der Provence) traditionell eine „campagne“ verbunden, ein schöner Wohnsitz, eine Bastide oder ein Schloss…, die am Stadtrand auf dem Land in einer grünen und frischen Umgebung lagen. Die Familien zogen sich während der heißesten Monate dorthin zurück. Diese schönen Gebäude waren auch der Ort für Feste und gesellschaftliche Anlässe.
Das Projekt wurde zunächst beim Architekten Clérisseau beantragt, aber schließlich dem ortsansässigen Architekten Esprit Brun anvertraut. Mit dem zentralen Teil des Parks wurde der Landschaftsarchitekt Alphand beauftragt. Louis Borély wollte, dass dieses Projekt durch seine Größe und Anordnung alle anderen in der Umgebung übertreffen sollte, damit dieses Anwesen als echtes Schloss angesehen werden konnte. Nach dem Tod seines Vaters setzte Louis Joseph Denis, ein gebildeter Mann und Kunstliebhaber, den väterlichen Wunsch fort und sorgte insbesondere für ein reiches Dekorationsprogramm im Inneren des Schlosses, das um 1778 fertiggestellt wurde.
Das Schloss hatte viele Besitzer, sodass der Ort von der Kunst- und Kulturbegeisterung jedes einzelnen Besitzers profitierte.
Das dreistöckige Schloss verfügt über zwei Pavillons, einen weitläufigen Hof und ein Portal auf der Rückseite, mit vielen elegant dekorierten und möblierten Räumen und einer bemerkenswerten privaten Marmorkapelle.













