Der Tag, an dem OM in die Geschichte einging
26. Mai 1993 in München, es ist kurz nach 22.10 Uhr, Olympique Marseille hat soeben die Champions League gegen den großen AC Mailand durch ein Tor von Basile Boli gewonnen. Ganz Marseille ist überglücklich, die Stadt ist im Freudentaumel, Tausende von Marseillais strömen zum Alten Hafen und feiern diesen Sieg, der sowohl ein Stolz als auch ein Symbol ist. Olympique de Marseille ist der erste französische Verein, der einen europäischen Fußballpokal gewinnt. Aus diesem Sieg resultiert eine nonverbale Redewendung, die den Menschen in Marseille so sehr am Herzen liegt: „A jamais les premiers!„.
Wer hätte am 31. August 1899, dem Tag der Gründung von Olympique de Marseille durch einen 23-jährigen Ardenner, gedacht, dass der OM zu einem der Aushängeschilder der Stadt Phokéenne werden würde? Wer hätte gedacht, dass René Dufaure de Montmirail für immer zur Geschichte unserer Stadt gehören würde? Diese schöne Geschichte, die gerade ihr 120-jähriges Jubiläum gefeiert hat, ist ein Spiegelbild Marseilles. In der Tat hat der OM große und schöne Jahre erlebt, aber auch kompliziertere Saisons. Mit 10 französischen Meistertiteln (11, wenn man den Amateurtitel von 1929 mitzählt), 10 französischen Pokalen, 3 Ligapokalen, 3 Champions-Trophäen und der berühmten Champions League, die 1993 gewonnen wurde, hat OM die umfangreichste französische Erfolgsbilanz und den französischen Fußball für immer geprägt.

Wofür steht Olympique de Marseille heute? Obwohl die Ergebnisse durchwachsen sind, hat der OM eine unvergleichliche Aura in seiner Stadt, aber auch in ganz Frankreich. Der berühmte Satz „L’OM c’est nous“, der von den Marseiller Fans oft geäußert wird, zeigt, dass der OM mehr als nur ein Fußballverein ist. Die OM ist ein Freund, ein Verwandter, ein Freund, wir lieben sie für das, was sie ist, sie kann uns völlig „fadas“ machen, aber auch extrem stolz. Der OM spielt in Marseille eine wichtige Rolle, da er nicht nur eine ganze Bevölkerung durch eine gemeinsame Leidenschaft vereint, sondern auch die allgemeine Stimmung in der Stadt reguliert. Wie Marseille lässt auch der OM niemanden unberührt. Viele ausländische Spieler, die bei den größten Vereinen, darunter auch der OM, gespielt haben, sind stolz darauf, das weiße Trikot getragen zu haben, und verfolgen weiterhin den Weg unseres Lieblingsvereins.
Der OM hat die Fähigkeit, Menschen um ein gemeinsames Interesse zu vereinen. Bei den Spielen im Stade Vélodrome „dem Tempel“ vergessen die Menschen alles und fiebern 90 Minuten lang hinter ihrer Mannschaft. Es ist ein Fest, das die Marseiller gemeinsam feiern, ein Fest, bei dem die verschiedenen Fangruppen besonders erfinderisch sind, wenn es um neue „Tifos „* und neue Gesänge geht, ein Fest, das zeigt, dass die Verbundenheit mit dem Verein von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird.
Der OM gehört voll und ganz zum Volksgut von Marseille : Die 120-jährige Liebesgeschichte ist einer der vielen Reichtümer des Vereins.
*Tifo: Eine visuelle und stimmliche Animation auf den Tribünen, die von den Fans einer Mannschaft organisiert wird.




