• image_fond
Vous êtes ici : Marseille entdecken  >  Marseille und sein Kulturerbe  >  Das Palais du Pharo
 

Das Palais du Pharo

Die Landzunge des "Pharo" war früher unter dem Namen "Tête de More" bekannt, bei dem es sich um ein karges, mit Stechginster und Seegräsern bewachsenes Felsplateau handelte, auf dem sich einige Tanzlokale niedergelassen hatten. Der Name Pharo bezeichnete eigentlich die kleine Bucht, die westlich vom Tête de More lag. Der "Farot" war der kleine Hügel, der die Bucht vom offenen Meer trennte, und auf dem sich ein Wachposten befand, der bereits im 14. Jahrhundert erwähnt wurde.

Die Entscheidung, eine kaiserliche Residenz in Marseille zu bauen, geht auf Prinz-Präsident Louis-Napoléon zurück, der bei seinem Besuch der Stadt im September 1852 den Wunsch geäußert haben soll, eine Bleibe am Meer zu besitzen. Zum Jahresende wurde der Architekt Vaucher damit beauftragt, ein geeignetes Grundstück zu finden und Pläne zu erstellen. Letztendlich wurde jedoch der Architekt des Prinz-Präsidenten, der sich inzwischen zum Kaiser Napoléon III ausrufen lassen hatte, Lefuel, mit dem Projekt betraut. Die Stadt entschied ihrerseits, dem Kaiser die ausgewählten Grundstücke, Réserve und Pharo, zu schenken. Napoléon III nahm dieses Geschenk gerne an und "wollte der Stadt Marseille dadurch erneut seine Sympathie bezeugen und die Bindung mit dieser großen und patriotischen Stadt festigen".

Die kaiserliche Residenz war jedoch ziemlich unbeliebt und wurde im übrigen niemals vom Kaiser bewohnt. Nach dem Tod von Napoléon III schenkte die nunmehr alleinige Besitzerin, Kaiserin Eugénie, den Palast der Stadt. Anschließend wurde der Palast zur Medizinschule umfunktioniert, wodurch die Ausgewogenheit des Baus litt. So wurden zum Beispiel die Seitenflügel aufgestockt und die Raumanordnung im Innern ging unwiederbringlich verloren.

Dank seiner außergewöhnlichen Lage und der Eröffnung des Kongresszentrums, das jährlich mehr als 60 000 Kongressteilnehmer empfängt, erstrahlt die ehemalige kaiserliche Residenz heute wieder im stilvollen Glanz und zählt zu den schönsten Anwesen in ganz Europa. Die neuen Räumlichkeiten im Palast und unter seinem Vorplatz wurden im Einklang mit der traditionellen Bauweise und unter Beachtung des Denkmalschutzes angelegt. Das Kongresszentrum verfügt über Salons für diplomatische Empfänge, eine 1 200 m2 großen Ausstellungshalle, einen 500 m2 großen Restaurantbereich sowie ein modulierbares und hochmodernes Auditorium für maximal 900 Kongress- oder Seminarteilnehmer.

A- A+ | PARTAGER | Impression
 
Book your hotel
Search for accomodations
Météo
air
20 °C
ciel:
Beau météo