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Der Alte Hafen

Seit 2.600 Jahren ist der Alte Hafen (Vieux-Port) der Schauplatz der Geschichte der Stadt Marseille. In der Antike und im Mittelalter entwickelte sich die griechische Stadt (Massalia) und später römische (Massilia) und mittelalterliche Stadt (Masiho) auf der Nordseite des Hafens und ab dem 17. Jahrhundert auch auf der südlichen Seite. Seitdem wurde die Zufahrt zum Hafen von zwei Festungen überwacht: dem Fort Saint-Nicolas und dem Fort Saint-Jean.


Eines der symbolträchtigen Monumente des Alten Hafens war die Schwebefähre, eine Metallkonstriktion, die 1905 zwischen den beiden Festungen gebaut wurde, aber leider wegen schwerer  Beschädigungen nach dem Krieg abgerissen werden musste.

In 2013 wurde der Alte Hafen umfangreich renoviert (einfachere Zufahrt zum Hafen, eingeschränkter Verkehr, Kreation eines offenen Pavillons durch den Architekten Norman Foster). Der Alte Hafen ist auch heute noch das kulturelle Herzstück der Stadt Marseille.


Das Ferry-boatMehrmals täglich fährt vor dem historischen Rathaus das den Alten Hafen überquerende Ferryboat ab, das Marcel Pagnol so sehr mochte. Im Juni 1880 machte es seine Jungfernfahrt auf der seither berühmten Strecke „Rathaus - Place aux Huiles“. In 2010 wurde ein umweltfreundlicheres Ferryboat mit Elektro- und Solarantrieb eingeweiht. Heute sind beide Fährboote regelmäßig im Alten Hafen unterwegs.

Saint Ferreol. Les Augustins
Auf dem Platz der heutigen Kirche befand sich im 12. Jahrhundert die Kommende des Templerordens. Nach der Auflösung des Templerordens und der Zerstreuung seiner Mitglieder erwarben die Augustiner die Gebäude im Jahr 1369. Sie erbauten die gotische Kirche, die zwar im Jahr 1542 geweiht, jedoch erst im Jahr 1588 fertiggestellt wurde. Der äußerst italienisch anmutende Glockenturm stammt aus dem 18. Jahrhundert. 1803 wurde sie zur Pfarrkirche erklärt und im Gedenken an die 1794 zerstörte Stiftskirche Saint-Ferréol (die auf dem Platz der heutigen Präfektur stand) dem gleichnamigen Heiligen geweiht. Ursprünglich bestand die Kirche aus 5 Schiffen und 12 Seitenkapellen, 2 Kirchenschiffe mussten jedoch wegen städtebaulichen Maßnahmen weichen. Nachdem die Rue Impériale (die heutige Rue de la République) angelegt wurde, schuf Désiré Michel eine neue Fassade im neo-barocken Stil.

 

OTCM