Warum wurde dieser Name für das Viertel gewählt?
Im 18. Jahrhundert hatte Marseille während der Pest von 1720 mit seinem Bischof Monseigneur de Belsunce einen heiligen Mann.
Jahrhundert wurde die italienische Stadt Mailand von der gleichen Krankheit heimgesucht und ihr Bischof, St. Charles Borromeo, zeichnete sich durch seine Opferbereitschaft zugunsten seiner Stadt aus, die von der gleichen tödlichen Krankheit befallen war.
Zwei Bischöfe, die zwei Jahrhunderte voneinander entfernt waren, kämpften hartnäckig gegen die Pest. Um den Mailänder Prälaten zu ehren, wurde das Viertel rund um einen Bahnhof, der über eine monumentale Treppe erreichbar ist, nach ihm benannt. Die Treppe wurde 1927 vom französischen Staatspräsidenten Gaston Doumergue eingeweiht.
Saint-Charles und das Euroméditerranée-Projekt
Das Viertel Saint-Charles durchläuft einen tiefgreifenden Wandel und eine Entwicklung. Es ist seit 1995 Teil eines umfassenden Stadtentwicklungsprojekts zur Wiederbelebung mehrerer Bereiche von Marseille. Die Stadt Marseille und der Staat haben sich nämlich zu einer Operation von nationalem Interesse mit dem Titel „Euroméditerranée“ zusammengeschlossen. Früher wurde das Viertel durch die Nordautobahn A7 in zwei Hälften geteilt. Heute entstehen hier neue Wohnungen, moderne Einrichtungen wie verschiedene Schulen und ein großer Trumpf: ein neuer Park zwischen dem Bahnhof und der Porte d’Aix.































