
Ein wenig Geschichte
Der Legende nach stammt der Name Joliette von Julius Cäsar (Julius), der während seiner Rivalität mit Pompejus sein Lager in dieser Gegend von Massilia aufgeschlagen haben soll, doch in Wirklichkeit hat das Viertel seinen Namen von einem Anwesen, das hier während des Ancien Régime angesiedelt wurde. Wäre die Erweiterung des Alten Hafens nicht geplant gewesen, wäre das Viertel „La Joliette“ nicht das, was es heute ist.
In den 1840er Jahren erforderte der für die Kapazitäten des Alten Hafens zu starke Schiffsverkehr eine Erweiterung. Die Regierung ordnete daher den Bau des Bassin de la Joliette im Norden des Alten Hafens an. Mit dem Bau des Damms Digue du Large wird die Infrastruktur der Joliette ab 1847 genutzt. Das Becken wird 1853 fertiggestellt. Der Hilfshafen Frioul wird ausgebaut. Die Erweiterung des Hafens wird mit dem Bau der Becken Lazaret und Arenc fortgesetzt und 1859 mit dem Bau des Napoleon-Beckens abgeschlossen. Später wurde zur Verbindung des alten und des neuen Hafens die Rue Impériale (heutige Rue de la République) eröffnet.
Einst war dies die wirtschaftliche Lunge von Marseille, doch der Rückgang der industriellen Aktivität versetzte das Viertel in einen langen Dornröschenschlaf. Dank des in den 1990er Jahren begonnenen Euroméditerrannée-Projekts hat La Joliette seine frühere Dynamik wiedererlangt und sich gleichzeitig zu einem der führenden Geschäftsviertel der Region entwickelt.



















































































