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Die “Cité radieuse” Le Corbusier

"La Cité radieuse" ist das Werk des Schweizer Architekten Charles-Edouard Jeanneret, besser bekannt unter dem Namen Le Corbusier. Zwischen 1947 und 1951 erbaut, erinnert das imposante Gebäude (165 m lang, 24 m breit und 56 m hoch) an einen in einem Park festgemachten Passagierdampfer.

Die bereits unter Denkmalschutz stehende „Cité Radieuse“ ist im Juli 2016 zusammen mit 16 weiteren Kulturdenkmälern  des  schweizerisch-französischen Architekten Charles-Édouard Jeanneret-Gris (1887-1965), besser bekannt als Le Corbusier,  in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen worden.
Das Werk des Architekten sei ein Zeugnis der Globalisierung der Moderne, heißt es in der Begründung der UNESCO.




Der plastische Reichtum, Markenzeichen des berühmten Architekten, verbindet visuelle Effekte mit einer für damalige Verhältnisse außergewöhnlichen Organisation. Die "Cité radieuse" ist der Versuch eines neuen „Wohnsystems“. Sie umfasst 337 Wohnungen mit 23 verschiedenen Grundtypen, die für die damalige Zeit sehr komfortabel und modern waren.

Zu dieser neuen Raumanordnung kommen noch zahlreiche „Verlängerungen der Wohnung“ hinzu, die zu einer neuen, kollektiven Nutzung des Wohnraums anregen sollten: eine im Gebäude untergebrachte "Straße" mit Geschäften, einer Buchhandlung und einem Verlagshaus, Bar, Restaurant und Hotel - BUCHEN Sie Ihr Hotel! -

In der letzten Etage befinden sich eine Grundschule und eine Turnhalle, die seit 2013 das MAMO beherbergt, ein Zentrum für zeitgenössische Kunst. Das als Terrasse ausgelegte Dach ist mit seinem Planschbecken für Kinder, Spielbereichen und einer durch eine Mauer vor Wind geschützten Bühne für Aufführungen unter freiem Himmel der Entspannung gewidmet.

Das Gebäude hat sogar Schule gemacht, da Le Corbusier in den fünfziger Jahren noch weitere "Cités radieuses" nach dem Marseiller Vorbild baute (Rezé-Nantes, Firminy, Briey und Berlin).

Die Bewohner der Cité Radieuse können den Spott gegen die "Verrücktheit" nicht nachvollziehen. Im Gegenteil, sie wohnen gerne dort, und das teilweise schon seit 1952. Gutsituierte Lehrer und Architekten haben die Wohneinheit ebenfalls für sich entdeckt. Sie hat sogar Schule gemacht, da Le Corbusier in den fünfziger Jahren noch weitere Cités Radieuses nach dem Marseiller Vorbild baute.

OTCM