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Inseln

Die Insel Riou
Diese von der Meeresseite nicht zu erreichende Insel ist ein wahrhaftes Chaos steil aufsteigender und zerklüfteter Felsen. Seitens des Massivs Marseilleveyre ist die Insel an verschiedenen Stellen zugänglich. Die Calanque Monasterio ist der am häufigsten genutzte Landepunkt, da sie über einen Landungssteg verfügt. Der Strand ist von Tamarisken gesäumt, den einzigen Bäumen, die auf dieser Insel wachsen.
Vom 190 m hohen Gipfel der Insel hat man einen fantastischen Ausblick auf die Calanques, und man sieht die Küste von der Camargue bis nach La Ciotat. Die heute der Natur überlassene Insel war seit der frühen Steinzeit von Fischern und Muschelsammlern bewohnt und kann über mehrere Wege erkundschaftet werden.
Auf einer Anhöhe existieren Ruinen eines Wachpostens aus dem 12. Jahrhundert, der gemeinsam mit dem Wachposten auf dem Gipfel des Marseilleveyre-Massivs zum Schutz vor Überfällen durch die Barbaren diente.
Nicht weit von Riou entfernt liegen zwei kleinere Inseln, die den Meeresarchäologen auf der ganzen Welt ein Begriff sind.

www.ilesdemarseille.fr/



Die kleine und große Insel Congloué
1952 geht die "Calypso" des Kapitäns Cousteau vor der großen Congloué-Insel vor Anker. Nach 5 Tauchgängen entdecken Cousteaus Mitarbeiter das berühmteste römische Schiffswrack der Welt. Seine Ladung bestand aus Weinamphoren und 7 000 Stück Geschirr.
Zusammen mit weiteren Wracks, die später entdeckt wurden, stellt dies einen sensationellen Schatz dar... Es ist also nicht erstaunlich, dass die Meeresarchäologieforschung in Marseille zu Hause ist, und dass das französische Institut für Meeresarchäologie den Turm des Forts Saint Jean als Sitz gewählt hat.

Die Insel Jarre
Vor dem Massiv von Marseilleveyre gelegen bildet sie mit den Nachbarinseln seit über 2000 Jahren einen der ältesten natürlichen Ankerplätze für Handelsschiffe. An diesem Platz wurde 1720 das mit kostbaren Stoffen beladene, aus Smyrna kommende Schiff „Le Grand Saint Antoine“ verbrannt und gesunken, nachdem es die Pest nach Marseille gebracht hatte. Außer der Insel Jarre gab es noch zwei weitere Quarantäneinseln für Schiffe, die in den Hafen von Marseille einfahren wollten - die Nachbarinseln Pomègues und Ratoneau des Archipels Frioul.

Die Insel Maïre
Die das südliche Ende der Bucht von Marseille markierende Insel mit ihren steil aufsteigenden Felsen liegt gegenüber dem Cap Croisette. Heute ist die Insel nicht mehr bewohnt, aber bei Grabungen im Jahr 1903 hat man festgestellt, dass hier Steinzeitmenschen gelebt haben. Um 1920 wurde auf der Insel eine photoelektrische Station von der Marine und dem Militär unterhalten. Während des zweiten Weltkriegs ließ die deutsche Armee von Italienern Wehranlagen, von denen noch immer ein Turm existiert, auf dieser beeindruckenden Insel bauen.

Vom Gipfel dieser Insel aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die Calanques, die gesamte Küste und insbesondere die Zwillingsfelsen Les Farillons, die seit Menschengedenken unzähligen Schiffen zum Verhängnis geworden sind. Zu Füßen der Insel liegt die faszinierende Unterwasserwelt des Mittelmeers.

   
Die Insel Planier
Dem ersten Leuchtturm, der im Mittelalter auf der 15 km vom Alten Hafen entfernten Insel Planier errichtet wurde, um den Schiffen als Orientierungspunkt zu dienen und vor Piraten und Überfällen zu warnen, folgten im Laufe der Zeit fünf weitere. Eine wichtige Aufgabe, da es um den größten Hafen im Mittelmeer geht!
Der gegenwärtige Leuchtturm wurde im Jahr 1959 erbaut. Er ist das höchste Bauwerk der Küstenregion und sein Leuchtfeuerraum liegt 68 m über der wogenden See.
Der schöne Turm überragt die 3 ha große Insel und wurde mit Steinen aus Cassis erbaut, was nur wenigen Prestigegebäuden in Marseille vorbehalten ist, wie zum Beispiel dem Justizpalast, der Präfektur oder dem Palais Longchamp. Es handelt sich um eine 115 Millionen alte Gesteinsart, welche die bemerkenswerte Eigenschaft besitzt, tagsüber die Sonnenstrahlung zu speichern, und nachts Ablagerungen abzustoßen. Der Stein bleibt somit strahlend weiß.
Die letzten Leuchtturmwärter mussten ihren Dienst aufgrund der Automatisierung 1992 einstellen.

Der Autor Albert Londres (Marseille Porte du Sud) besingt den Leuchtturm mit folgenden Worten:
"Es gibt einen Leuchtturm, der zwei Seemeilen vor der Küste liegt. Jeden Abend sieht man seinen Lichtstrahl über die See und Küste gleiten. Dieser Leuchtturm ist auf der ganzen Welt bekannt, er heißt Le Planier. Wann immer Ihr ihn anschaut, sagt Euch, dass man in diesem Moment auf allen Weltmeeren und unter allen Sternbildern von ihm redet. Und wenn man von ihm spricht, so denkt man doch an ihn. Der Leuchtturm Le Planier begrüßt die Heimkehrer, verabschiedet aber auch diejenigen, die zu fernen Ufern aufbrechen. Junge Leute, fahrt nach Marseille, fahrt zu diesem Leuchtturm. Er wird Euch einen Weg weisen, den ihr vielleicht noch gar ahnt; und vielleicht werdet Ihr dann verstehen".

OTCM