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If Frioul

Das Archipel von Frioul ist der Küste von Marseille vorgelagert, von wo aus man die zerklüfteten Silhouetten der vier aus Kalkfelsen bestehenden Inseln bewundern kann. Wie Perlen auf einer Kette sind die Inseln von Nord nach Süd aufgereiht: Pomègues und Ratonneau, If und Tiboulen.
Ihr bizarres Relief und der eigene, von Calanques, Sandstränden und einladenden Buchten, eindrucksvollen Steilfelsen, strahlendem Licht und dem glasklaren Wasser des Mittelmeers bestimmte Charakter machen den besonderen Reiz der weitestgehend unberührten Inseln aus.

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Die Natur hat sich originelle Strategien einfallen lassen und Pflanzen hervorgebracht, die sich perfekt an das trockene Mikroklima angepasst haben. Zudem wird die Landschaft durch die schöpferische Kraft des ständig wehenden Mistrals geformt, dessen Diktat sich die Natur beugen muss.
So sind die Inseln ein Paradies für manchmal seltsam anmutende Pionierpflanzen, die Trockenheit und Salz brauchen. Insgesamt können 350 Pflanzenarten beobachtet werden, von denen einige unter Naturschutz stehen. Die Inseln sind gleichzeitig ein Rückzugsgebiet für zahlreiche Seevogelarten, wie zum Beispiel der Weisskopfmöwe, die von den Provenzalen "Gabian" genannt wird.

Die Geschichte der Inseln reicht weit zurück. Knochenfunde von Bären und Hirschen belegen, dass sie im Quartär mit dem Festland verbunden waren... Die eigentliche Geschichte der Inseln beginnt jedoch wie die von Marseille im 5. Jahrhundert vor Christus. Seit dieser Zeit dienten sie Seefahrern aus dem ganzen Mittelmeerraum als Ankerplatz. Später spielten sie als Quarantäneeinrichtungen eine wichtige Rolle zum Schutz von Marseille vor Krankheiten, insbesondere Anfang des 19. Jahrhunderts, als das Krankenhaus Hôpital Caroline auf der Insel Ratonneau erbaut wurde, um dort Opfer des Gelbfiebers zu pflegen.

Seit 1971 gehört das Frioul-Archipel der Stadt Marseille. Das Dorf Port Frioul wurde 1974 gebaut. Dort gibt es einige Restaurants und einen Yachthafen mit 700 Liegeplätzen, in dem zahlreiche Freizeitkapitäne festmachen. Auf der Insel Pomègues gibt es eine Fischzuchtstation für Meerbarsche, die als erste auf der Welt als Bio-Zuchtstation anerkannt wurde.
Die Insel Frioul lockt mit zahlreichen Buchten, die Sie nach einem mehr oder weniger langen Spaziergang erreichen, und einigen Stränden: La Maison des Pilotes (Sand), Le Havre de Morgiret (Kiesel und Felsen), die Calanque Saint Estève (Sand) und der Strand in der Nähe des Landungspiers (Kiesel).

Bis ins 16. Jahrhundert blieb die Insel If von Menschen so gut wie unberührt. Lediglich die Fischer gingen hier gelegentlich vor Anker. Erst 1516 erkannte Franz I. bei einem Besuch von Marseille die strategische Bedeutung der Insel und ordnete den Bau einer Wehranlage an.
Das Fort wird jedoch schon bald zum Gefängnis umfunktioniert, in dem Missetäter, Schurken und widerspenstige Galeerensträflinge mehr oder weniger lange verschwanden. Ab dem 17. Jahrhundert wurden dort massenweise Protestanten in den Kerker geworfen, wo viele von ihnen starben. Hochgestellten Persönlichkeiten bot das Gefängnis jedoch völlig akzeptable Lebensbedingungen.
Der berühmteste Gefangene war zweifelsohne José Custodio Faria, den Alexandre Dumas mit seinem Roman "Der Graf von Monte-Cristo" unsterblich gemacht hat.

Das Gefängnis verlor nach der Inhaftierung der Aufständischen im Jahr 1848 und der Anhänger der Pariser Kommune im Jahr 1871 an Bedeutung und wurde 1890 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Edmond Dantès hat zwar keine historisch belegbaren Spuren in der Geschichte der Insel If hinterlassen, aber das Loch, das er in einer der Zellen gegraben hat, ist immer noch gut sichtbar.
Es gibt eine regelmäßige Fährverbindung zum Château d’If, das jährlich mehr als 90 000 Besucher verzeichnet.

OTCM