Office de tourisme et des congrès

Rive Neuve

Der Platz Thiars
Die ehemaligen Arcenaulx (Galeerenhallen) von Marseille lagen zwischen der Rue Breteuil, dem Quai des Belges, dem Quai de Rive-Neuve und der Rue Fort Notre-Dame. Vom 15. Jahrhundert bis Mitte des 18. Jahrhunderts waren Galeerensklaven zwischen den Stützpunkten Brest, La Rochelle und Toulon aufgeteilt.

1494 lässt Karl III. in Marseille sechs Galeeren rüsten. Ludwig XII. lässt sechs neue Werfthallen zum Bau und zur Reparatur der Galeeren bauen Der Bau des neuen „Grand Arsenal des Galères“ wurde jedoch erst 1660 im Rahmen der Urbanisierung von Ludwig XIV. beschlossen. Weniger als sechs Jahre später wurde das Arsenal auf Colberts Anweisung hin von Nicolas Arnoul modernisiert, und prägt seitdem das Stadtbild. Die Stadterweiterung von 1666 ist das größte städtebauliche Projekt, das jemals in der Provence der Neuzeit durchgeführt wurde. Das "Grand Arsenal" erstreckte sich nun von der Rue Paradis bis zum unteren Ende der Canebière, wo verschiedene Gebäude mit neuer Bestimmung in die Anlage des neuen Arsenals integriert wurden.

Etwa 10.000 Galeerensklaven waren hier unter unsäglichen Bedingungen untergebracht. Es gab jedoch auch einige Glücklichere, die rund um den Hafen einige Läden betrieben, andere wiederum arbeiteten für einen Hungerlohn in den Seifenmanufakturen in der Rue Sainte und auf dem Place aux Huiles.

La Criée theater

1909 wurde eine Markthalle eröffnet, in der Fischversteigerungen (Criées) stattfanden. Im Jahr 1975 wird der Fischmarkt jedoch in den nördlichen Teil des neuen Hafens, nach Saumaty, verlegt. Das Gebäude unterging einer völligen Neugestaltung, wobei die Fassade jedoch im Originalzustand erhalten blieb. 1981 wurde dann in diesen Räumen das Théâtre National de Marseille vom damaligen Bürgermeister Gaston Defferre eröffnet. Der Spielplan des während über 10 Jahren von Marcel Maréchal geleiteten Theaters "La Criée" erfreut sich in jeder Saison aufs Neue eines regen Interesses.

Gleich nebenan erblickt am 21. April 1874 Vincent Scotto in dem Haus Nr. 32 des Quai de Rive das Licht der Welt.

Quasi gleich gegenüber der Anlegestelle des Ferryboats befindet sich das durch Marcel Pagnol berühmt gewordene Café "Bar de La Marine", das eine Hauptrolle in der Trilogie "Marius, Fanny und César" spielt, die am Alten Hafen von Marseille und in den Jahren um 1930 angesiedelt ist.

OTCM