Office de tourisme et des congrès

Die Kathedralen

La Vieille Major
Seit dem 5. Jahrhundert standen an dieser Stelle verschiedene Bauwerke. Die heutige Kirche mit romanisch-provenzalischer Architektur, die mit dem rosafarbenen Stein des Steinbruchs von La Couronne erbaut wurde, stammt allerdings aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Der Glockenturm wurde erst im 14. Jahrhundert hinzugefügt. Bis zum Jahr 1852 wurde sie als Kathedrale genutzt und diente danach auch noch weiterhin bis in die 1950er Jahre als Gemeindekirche. Durch den Bau der neuen Kathedrale wurde die alte Kathedrale, La Vieille Major, zwar um zwei Joche gebracht, aber gleichzeitig wurde eine Taufkapelle freigelegt, die aus den ersten Jahren des Christentums stammt. Ihr äußerer Grundriss war rechteckig, der raffiniert ausgestattete Innenraum hingegen achteckig. Sie verfügt außerdem über eine beachtliche Größe (Seitenlänge über 25 m). Sie wurde jedoch wieder zugeschüttet und die neue Kathedrale wurde darauf errichtet. Seit 1840 gehört La Vieille Major zu den Historischen Monumenten. Die alte Kathedrale kann nicht besichtigt werden.

La Nouvelle Major
Marseille erlebte im 19. Jahrhundert einen enormen Aufschwung. Nicht nur im wirtschaftlichen und sozialen Bereich, sondern auch im Hinblick auf den Bevölkerungszuwachs. Es folgte eine Zeit großer städtebaulicher Projekte, während der die schönsten Bauwerke Marseilles entstanden. Louis-Napoléon Bonaparte legte in 1852 den Grundstein zur neuen Kathedrale, La Nouvelle Major, die am 6. Mai 1896 geweiht wurde. Die Baupläne stammten vom Architekten Léon Vaudoyer. Nach seinem Tod im Jahr 1872 übernahm der Architekt Henry Espérandieu, der bereits die Kathedrale Notre-Dame de la Garde und das Palais Longchamp gebaut hatte, die Leitung der Baustelle, bis er selber 1874 verstarb. Fertiggestellt wurde die neue Kathedrale von Henri Revoil. Der Stil der Kathedrale ist romanisch-byzantinisch, angelegt wurde sie in Form eines lateinischen Kreuzes mit einem Chorumgang. Sie ist 146 Meter lang, und die 70 Meter hohe Hauptkuppel hat einen Durchmesser von 18 Metern. Seit 1906 gehört La Nouvelle Major zu den Historischen Monumenten

In 1995 wurde Monseigneur de Mazenod (1782 - 1861), dessen sterbliche Überreste in der großen Kapelle des Chorumgangs ruhen, von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen.

Die Lager in den Gewölben am Fuße der Nouvelle Major stellten Ende der 1970er Jahren ihren Betrieb ein und wurden geschlossen. 2014 war der Ort Teil eines bedeutenden Sanierungsprojektes zur Gestaltung eines neuen städtischen Bereichs, einem Zentrum für die Begegnung und den Austausch. "Les Voûtes Marseille" beherbergen heute Boutiquen, Restaurants, Bars…

OTCM