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Das Palais de la Bourse

Die Industrie - und Handelskammer von Marseille  (wurde im Jahr 1599 gegründet und ist somit die älteste in ganz Frankreich. Vier Abgeordnete wurden ernannt, welche die Interessen der Händler und folglich auch des Hafens vertreten sollten. Sie befand sich zunächst im Erdgeschoss des "Palais Communal" und zog später ins historische Rathaus um.    

Die immer einflussreicher werdende Industrie- und Handelskammer entschied Anfang des 19. Jahrhunderts, ein eigenes Gebäude errichten zu lassen, das gleichzeitig ein Symbol der wirtschaftlichen Macht der Stadt sein sollte.

Der Palais de la Bourse wurde nach den Plänen des Architekten Pascal Coste errichtet und 1860 während des Besuchs von Napoleon III. in Marseille eingeweiht.

Die Industrie- und Handelskammer wünschte sich einen imposanten Palast, der sich jedoch nicht störend auf die Gewohnheiten der Händler auswirken sollte, die bis dato ihre Verhandlungen unter freiem Himmel führten. Coste unterbreitete einen Plan, der alle Abteilungen der Handelskammer um einen großen Saal gruppiert. Die Büros der Makler befanden sich hingegen außerhalb des Gebäudes.

Die Industrie- und Handelskammer teilt sich heute den Palais de la Bourse mit dem Marine - und Handelsmuseum, in dem die wirtschaftliche Geschichte von Marseille seit der Gründung der Stadt dokumentiert ist. Sonderausstellungen sind ebenfalls auf dem Programm, und es gibt eine Bibliothek, die der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Die Quartiers de la Bourse, das Stadtviertel hinter dem Palais de la Bourse, hat bereits mehrere Bauprojekte hinter sich und in 1977 wurde schließlich ein Einkaufszentrum errichtet. Bei Ausgrabungen kamen Ruinen des Hafens und der antiken Stadtmauer zu tage, die heute im Geschichtsmuseum der Stadt Marseille gezeigt werden.

OTCM